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Gesundheitsinformation

Der wahre Wert der Gesundheit –

Warum Gesundheit mehr ist als das Vermeiden von Krankheit

von Stefan Liebezeit

 

Gesundheit – politisch instrumentalisiert im Namen einer Epidemie. Gleichzeitig durch Ignoranz und Paragrafen gegeißelt und hintangestellt.

Man kann nicht nicht kommunizieren!“ (P. Watzlawick) Genau dies wird jetzt während der Corona - Krise immer deutlicher. Durch konsequente Ignoranz gegenüber professionellen Bewegungstrainings, Fitness und Sport kommuniziert die Politik, welchen Stellenwert aktive gelebte Gesundheit in Deutschland und anderen europäischen Ländern hat.

Aber beginnen wir von vorn. Seitdem wir, die modernen Menschen (Homo sapiens sapiens), vor ca. 200.000 Jahren auf der Bildfläche erschienen, lebten wir bis zur landwirtschaftlichen Revolution (vor ca. 13.000 – 12.000) als Wildbeuter. Nach dem Grundsatz – Form follows function – ist Bewegung ein integraler Bestandteil unseres Seins. In diesen ca. 190.000 Jahren hatte sich unsere Bewegung und Ernährung nahezu nicht verändert.

Nach starken Umwälzungen durch die landwirtschaftliche Revolution gab es weitere tiefe Einschnitte in unserer Lebensweise bis hin zur industriellen Revolution und der heutigen digitalen Revolution. Neben unserer Ernährung war es vor allem unsere Bewegung, welche sich dramatisch veränderte.

Allein in den letzten 100 Jahren haben wir unsere tägliche Bewegung um mehr als 90% reduziert.

Die Folgen dieses Bewegungsmangels nehmen heute ungeahnte Ausmaße an. Gerade durch Bewegungsmangel und Fehlernährung hervorgerufene Zivilisationskrankheiten sind ein klares Signal dafür, was es bedeutet, gegen die eigene Natur (biologische Evolution) zu handeln.

Übergewicht, Bluthochdruck und Diabetes sind nur einige Folgen, welche wiederum Ursache für Herzkreislauf-Erkrankungen, Atemwegserkrankungen und Krebs sind.

Allein in Deutschland starben laut Statistischem Bundesamt 2018 ca. 650.000 Menschen an eben genau diesen Erkrankungen. (https://www.destatis.de/DE/Themen/Gesellschaft-Umwelt/Gesundheit/Todesursachen/_inhalt.html)

Zurück zum Heute. Mit Blick auf das aktuelle Wissen um die drei elementaren Krankheitsfaktoren Bewegungsmangel, Stress und soziale Isolation wirken die politischen Entscheidungen nach den ersten vier Wochen des Lockdowns fasst schon grotesk.

Auf der einen Seite soll uns das Tragen eines Nasen-Mundschutzes unsere Gesundheit schützen, auf der anderen Seite sorgt man durch Ausgangsbeschränkungen für soziale Isolation, durch Homeschooling für Stress und das Verbot von Bewegungstraining, Fitness- & Sportstätten für einen massiven Bewegungsmangel.

Besonders in diesem Handeln wird deutlich, dass Gesundheit aus politischer Sicht nichts anderes ist als reaktives und teils destruktives Handeln. Dabei erfolgt der Blick immer nur auf Krankheit und wie man Krankheit vermeidet. Dieser dichotome Blickwinkel – die Polarisierung von Krank und Gesund – ist ein Konstrukt der Neuzeit. Das aktuelle Gesundheitssystem ist maßgeblich darauf ausgelegt, Krankheiten zu heilen. Pathogenese (griech. pathos- krankhaft/Krankheit & genesis – Entstehung/Entwicklung) fragt danach, was uns krank macht. Darauf wird dann mit Diagnose und Rezepten reagiert.

Sollten wir nicht vielmehr darauf schauen, was uns gesund hält? Der Stressforscher Antonovsky prägte den Begriff der Salutogenese (lat. salus – Gesundheit/Wohlbefinden & genesis – Entstehung) und regte damit einen Paradigmenwechsel an, der nicht die Defizite von Gesundheit (was fehlt zum absoluten Zustand der Gesundheit), sondern vielmehr die Frage behandelt: Was hält uns (trotz möglicher negativer Faktoren) gesund? Damit fällt seine Ansicht in den Bereich der Gesundheitsförderung und Prävention, da wo wir uns als PTs ebenso verorten. Deshalb sollte auch die Aufgabe eines Gesundheitssystems sein, aus der Perspektive der Gesundheit zu handeln und diese zu stärken. Die Gesundheit ist eben mehr als das Vermeiden von Krankheit.

Bis heute gibt es in vielen Bundesländern noch nicht einmal Konzepte, wann und wie die 12 Mio. Fitnessstudiomitglieder und 24 Mio. Mitglieder in Sportvereinen wieder ihrer geliebten Bewegung nachgehen können. Dies zeigt ganz klar, welchen Stellenwert aktiv gelebte Gesundheit und Bewegung in Deutschland hat. Aus genau diesem Grund ist es an der Zeit, die Missstände aufzuzeigen und für unser Recht auf Gesundheit und Bewegung einzutreten.

Der Mensch ist gemacht für Bewegung. Bewegung liegt in unserer DNA!

Graphik: Eigentum MPTL - Stefan Liebezeit

SCHLAF DICH FIT

von Frank Schulz

 

Wahrscheinlich kennst du das Gefühl, wenn morgens der Wecker klingelt und du nach 8 Stunden Schlaf trotzdem mehrfach die Snooze-Taste drückst und irgendwann wie von einem Auto überrollt aufstehst, um in den Tag zu starten.

Damit bist du nicht allein. Ein großer Teil der Menschen hat oder hatte schon einmal Schlafprobleme.

Guter Schlaf ist essentiell, um am Tag genügend Energie und Leistungsfähigkeit zu haben. Außerdem hilft guter Schlaf deinem Körper und Geist, sich besser zu erholen, unterstützt die Fettverbrennung und lässt dich langsamer altern.

Leider ist es bei chronisch schlechtem Schlaf genau das Gegenteil.

In diesem Artikel möchte ich dir einige Möglichkeiten aufzeigen, wie du deinen Schlaf verbessern kannst und somit mehr Energie und Leistungsfähigkeit im Alltag hast.

  • Genau wie man morgens nicht von 0 auf 100 in den Tag starten kann, so kann der Körper abends auch nicht von 100 auf 0 herunterfahren. Hilfreich ist hier ein fester Zeitpunkt um ins Bett zu gehen. Unser Körper mag Regelmäßigkeit. Genauso sollte man versuchen, auch zur gleichen Uhrzeit aufzustehen. Nach ein wenig Übung lernt der Körper, am Abend herunterzufahren.

 

  • Ein weiterer wichtiger Punkt ist der Verzicht von Alkohol und Koffein am Abend. Wenn du sehr stark auf Koffein reagierst, empfehle ich dir, Koffein nach 15 Uhr zu meiden. Kaffee und Alkohol können deine Tiefschlafphase stören. Dies führt dazu, dass du am nächsten Morgen wieder Anlaufschwierigkeiten hast.

 

  • Vermeide auch größere Mahlzeiten direkt vor dem Zubettgehen.

 

  • Wenn du regelmäßig „Gedankenkreisen“ hast, nimm dir Stift und Papier zur Hand und schreibe die Sachen, die dir durch den Kopf gehen auf. Diese Methode hilft dir, deinen Kopf freizubekommen.

 

  • Schalte in deinem Schlafzimmer alle elektronischen Geräte aus. Ja, auch das Mobiltelefon! Meide Bildschirme wie Fernseher, Computer, Tablets und Mobiltelefone mindestens 30 min. bevor du ins Bett gehst. Digitale Geräte mit ihrem Licht stimulieren unser Gehirn sehr stark, weshalb es deinen Schlaf negativ beeinflussen kann. Auf meinem Telefon und Laptop benutze ich die APP -f.lux- (unbezahlte Werbung). Diese dämmt je nach Tageszeit das Licht auf dem Display, sodass weniger Lichtreize meine Schlafqualität beeinflussen.

 

  • Versuche dein Schlafzimmer komplett abzudunkeln. In der Nacht wird das Hormon Melatonin produziert. Dieses Hormon ist für deinen Schlaf verantwortlich. Je mehr Licht du in den Abendstunden aufnimmst, desto weniger Melatonin kann gebildet werden. Durch die Dunkelheit in deinem Schlafzimmer kann die Melatoninproduktion verbessert werden.

 

  • Entspanne dich bevor du ins Bett gehst. Hierzu kannst du in deinem Lieblingsbuch lesen, meditieren oder ein paar leichte Stretching- oder Entspannungsübungen machen. Mache ein Fuß- oder Vollbad mit einem Magnesiumsalz. Ich persönliche benutze hierfür EPSOM-Salz (unbezahlte Werbung). Das Magnesium hilf dir dabei, dich zu entspannen und unterstützt somit deinen Schlaf.

 

  • Gehe vor Mitternacht ins Bett und schlafe 7-9 Stunden. Wenn du also um 6:00 Uhr aufstehen musst, solltest du bei 7 Stunden Schlaf um 22:30 Uhr ins Bett gehen und spätestens um 23:00 Uhr eingeschlafen sein.

 

  • Halte dein Schlafzimmer ordentlich. Herumliegende Kleidung, Kisten, Spielzeug, usw. sorgen nicht gerade für Entspannung. Genauso wenig sind sie hilfreich, wenn du am Morgen nach dem Aufstehen über die ganzen Sachen stolperst (zumindest wärst du nach einem Sturz hell wach 😊 ).

 

  • Sorge für frische Luft in deinem Schlafzimmer. Lüfte bevor du ins Bett gehst dein Schlafzimmer, damit du genügen frische Luft in deinem Zimmer hast. Schlafforscher empfehlen außerdem eine Raumtemperatur von 16-18 Grad Celsius. Hierbei kommt es aber auch auf dein persönliches Empfinden an.

 

  • Lass dich nicht von einem extremen Alarm wecken, der dich beim Aufwachen schon direkt unter Stress setzt. Nutze eine App oder einen Wecker, der dich mit friedlichen und sanften Melodien weckt. Die App sollte natürlich auch im Flugmodus funktionieren.

 

  • Stelle deinen Wecker oder dein Handy außerhalb deiner Reichweite auf, so dass du nach dem ersten Klingeln aufstehen musst. Mehrfaches Drücken auf die Snooze-Taste führt dazu, dass du schläfriger wirst. Eine weitere Option sind Lichtwecker. Diese simulieren einen Sonnenaufgang und erhellen langsam dein Zimmer bis zur gewünschten Weckzeit.

 

  • Mache nach dem Aufstehen ein paar Übungen wie Kniebeugen, Ausfallschritte oder Liegestütz, um deinen Kreislauf in Schwung zu bringen.

 

  • Versuche, wenn du morgens müde bist, beim Frühstück Kohlenhydrate zu vermeiden. Diese sorgen dafür, dass du eher wieder zur Müdigkeit tendierst.

 

Ich hoffe, ein paar dieser 14 Tipps helfen dir dabei, deinen Schlaf zu optimieren und deine Leistungsfähigkeit am Tag zu erhöhen.

In diesem Sinne eine gute Nacht und einen energiereichen Tag.

 

Quelle: https://www.pexels.com/de-de/foto/bengalischer-tiger-exotisch-fleischfresser-gross-2040906/)

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